Werden Computer nach der Katastrophe in Japan teurer?

Nachdem die erste Schockstarre nach der Katastrophe in Japan überwunden ist, stellen sich viele die Frage, ob Computer und andere Elektronikprodukte, die ja zu einem nicht unwesentlichen Teil aus dem asiatischen Land kommen, jetzt teurer werden. Genauere Aussagen können zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht getroffen werden, allerdings zeichnet es sich schon ab, dass Chips, Flashspeicher und letzten Endes aus Computer teurer werden könnten.

Besonders bei USB-Sticks, SD-Karten und bei Solid State Disks (SSD) sind die Preise schon gestiegen. Teilweise macht der Preisunterschied bis zu 30 Prozent im Vergleich zum Zeitraum vor der Katastrophe aus. Viele Experten gehen davon aus, dass sich dieser Preisanstieg zwar nicht in diesem Rahmen fortsetzen wird, es mittelfristig allerdings zu einem dauerhaft höheren Preisniveau führen wird.

Besonders betroffen sind Fujitsu und Sony, die beide auch Computer und Notebooks herstellen. Einige Produktionsstätten dieser beiden Hersteller sind beim Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami stärker in Mitleidenschaft gezogen, weshalb es jetzt zu Produktionsausfällen und Lieferengpässen kommt. Weitere Lieferengpässe entstehen darüber hinaus durch Hamsterkäufe großer Händler, die versuchen, ihre Lager aufzufüllen, bevor die Preise weiter steigen.

Nicht alle Computer, Notebooks oder elektronischen Geräte der japanischen Hersteller werden aber auch in Japan gebaut. Geräte für den europäischen Markt werden in der Regel in Osteuropa gefertigt. Allerdings werden die meisten Datenträger, wie zum Beispiel Festplatten sowie Akkus für Notebooks in Japan gebaut. Kommt es hier zu Lieferengpässen, dürfte der Preis für Computer trotzdem steigen, auch wenn diese gar nicht in der Katastrophenregion gebaut werden. Besonders die zerstörte Infrastruktur sorgt dafür, dass die Lieferketten der Hersteller gestört sind. Werden aufgrund dessen bestimmte Bauteile knapp, dürften deren Preise schnell relativ stark steigen. Diese werden dann, so ist jedenfalls anzunehmen, auf den Endverbraucher umgelegt.

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